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Häufige Fragen

Sind Partner oder Angehörige automatisch mitversichert?

Wer eine Reisekrankenversicherung abschließt möchte damit erreichen, dass alle Mitreisenden von den Vorteilen der Versicherung profitieren. Sinnvoll ist der Abschluss daher für die gesamte mitreisende Familie. In seltenen Fällen kann es aber auch ratsam sein, nur eine mitreisende Person zu versichern, wenn zum Beispiel die übrigen Familienmitglieder bereits über eine entsprechende Versicherung in Kombination mit einer anderen Absicherung verfügen. Die Versicherer bieten die Reisekrankenversicherung daher als Einzelversicherung und als Familien- oder Gruppenversicherung an.

Der Preis der Reisekrankenversicherung für die gesamte Familie ist nur unwesentlich höher, als würde nur eine Person versichert, so dass sich die Frage danach, ob alle Mitreisenden versichert werden sollen, in den meisten Fällen gar nicht stellt. Für Gruppenreisen kann die Reiseversicherung als Gruppentarif abgeschlossen werden. Für jedes Gruppenmitglied fallen daher Kosten für die Reisekrankenversicherung nur in Höhe des anteiligen Beitrags an.

Der Abschluss der Reisekrankenversicherung erfolgt spätestens einen Tag vor der Abreise.  Viele Versicherte schließen die Reisekrankenversicherung über den Zeitraum von einem Jahr ab, um auf diese Weise für jede Reise im Laufe des Jahres über einen ausreichenden Versicherungsschutz zu verfügen. Mit der Reisekrankenversicherung sind stationäre und die Kosten für ambulante medizinische Behandlungen, medizinische Hilfsmittel und Arzneien in der ganzen Welt abgesichert.

 

 

Was ist zu tun, wenn man vor einer Reise erkrankt?

Eine plötzliche Erkrankung kurz vor einem geplanten Reisetermin ist der klassische Versicherungsfall in der Reiserücktrittsversicherung. Mit einer leichten Erkältung oder einem verstauchten Finger ist es durchaus noch möglich, die Reise anzutreten, denn schließlich hat man sich doch schon lange Zeit auf den Urlaub gefreut. Tritt aber eine schwere Erkrankung ein, mit der eine längere Auto- oder Bahnfahrt oder gar ein Flug nicht möglich ist, von der vielleicht sogar eine Ansteckungsgefahr ausgeht oder die durch die Reisestrapazen verschlimmert werden könnte, bleibt keine andere Wahl, als auf den Urlaub zu verzichten.

Da die Stornierungskosten umso höher ausfallen, je kurzfristiger vor dem geplanten Abreisetermin die Absage erfolgt, sollte unverzüglich das Reiseunternehmen, der Vermieter eines Ferienhauses, der Ferienwohnung oder das Hotel benachrichtigt werden. Auch die Fluggesellschaft sollte so schnell wie möglich eine Mitteilung darüber erhalten, dass die Flugtickets storniert werden müssen. Eine Bahnfahrtkarte lässt sich nicht stornieren, sondern kann bestenfalls weiter verkauft werden. Wohl dem, der bei der Buchung der Reise eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hat. Denn ansonsten fallen hohe Stornierungskosten an und wenn die Erkrankung erst wenige Tage vor der geplanten Abreise eintritt, wird oft sogar der gesamte Reisepreis fällig.

Im nächsten Schritt muss die Kostenerstattung aus der Reiserücktrittsversicherung geltend gemacht werden. Dazu erhält der Versicherer unverzüglich eine Erklärung über den Rücktrittsgrund. Im Idealfall fügt man der Erklärung gleich ein ärztliches Attest bei. Versicherte sind zur Schadensminderung verpflichtet. Das bedeutet, dass die Absage der Reise so schnell wie möglich erfolgen muss, um die Stornierungskosten möglichst gering zu halten. Ansprüche aus einer Reiserücktrittsversicherung verjähren nach sechs Monaten. Sechs Monate nach dem Eintritt des Rücktrittsgrundes können daher keine Kosten mehr geltend gemacht werden. Die Frist beginnt also nicht mit dem geplanten Reisetermin, sondern mit dem Bekanntwerden der Erkrankung.

Das Versicherungsunternehmen übersendet einen Fragebogen, der vom behandelnden Arzt ausgefüllt werden muss. Darin ist auch anzugeben, wann die Erkrankung erstmals aufgetreten ist. Der Versicherer stellt auf diese Weise fest, ob der Rücktrittsgrund schon beim Abschluss der Versicherung absehbar war. In diesem Fall wäre er nicht zu einer Leistung verpflichtet. Nach der Bezahlung der Stornierungskosten werden die entsprechenden Belege an den Versicherer weitergeleitet, so dass dieser die Kosten erstatten kann.

 

 

Welche Laufzeiten hat eine Reisekrankenversicherung?

Beim Abschluss einer Reisekrankenversicherung besteht die Auswahl zwischen verschiedenen Laufzeiten. Wer nur einmal im Jahr ins Ausland reist, benötigt die Reisekrankenversicherung nur für den begrenzten Zeitraum dieser Reise. Daher bieten viele Versicherer eine kurzzeitige Reisekrankenversicherung an, deren Gültigkeit sich auf die Reisedauer beschränkt.  In der Regel beträgt die Laufzeit einer Reisekrankenversicherung jedoch ein Jahr. Damit gilt die Versicherung für alle Auslandsreisen innerhalb dieses Jahres.

Die Reisekrankenversicherung ist für die typische Dauer einer Urlaubsreise ausgelegt. Sie kommt daher für ambulante und stationäre medizinische Behandlungskosten im Rahmen von Reisen auf, die von vornherein für eine Dauer von bis zu sechs oder acht Wochen geplant sind.

Wer einen längeren Aufenthalt im Ausland aus geschäftlichen Gründen, als Student, Au Pair oder Resident plant, sollte auf die Auslandskrankenversicherung zurückgreifen. Dabei handelt es sich um einen dauerhaften, weltweit geltenden Versicherungsschutz. Die Laufzeit beträgt in den meisten Fällen  zwischen einem Jahr und fünf Jahren. In Ausnahmefällen sind auch längere Laufzeiten dieser speziellen Reisekrankenversicherung möglich.

 

 

Wer sollte unbedingt eine Reiserücktrittsversicherung abschließen?

Grundsätzlich sollte für jede im Voraus gebuchte Reise eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen werden. Niemand ist sicher vor einer plötzlichen Erkrankung, aufgrund derer der Antritt der gebuchten Urlaubsreise unmöglich wird. Andere Hinderungsgründe, die dazu führen, dass auf die Reise verzichtet werden muss, sind dringende Familienangelegenheiten, unerwartete Arbeitslosigkeit oder die Aufnahme eines neuen Arbeitsverhältnisses. Ein Todesfall in der Familie, ein plötzlicher Eigentumsschaden durch Hochwasser, Feuer oder Einbruch sowie eine Nachprüfung, die bei Schülern und Studenten plötzlich notwendig werden kann, verhindern unter Umständen ebenfalls unerwartet den pünktlichen Start in den Urlaub. In all diesen Fällen kommt eine Reiserücktrittsversicherung für die mitunter hohen Stornierungskosten für die gebuchte Reise auf. Das hat zur Folge, dass die Reisekasse unbelastet bleibt. Nur so besteht vielfach die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt erneut eine Reise zu buchen und nicht ganz auf den Urlaub verzichten zu müssen.

Nicht nur für die Folgen einer Absage der Reise übernimmt die Reiserücktrittsversicherung die Kosten, sondern auch dann, wenn die Reise aufgrund eines unvermeidlichen Ereignisses verspätet angetreten wird. Ein solches Ereignis kann auch ein verspätetes Anschluss-Verkehrsmittel sein, aufgrund dessen die Reise nicht rechtzeitig fortgeführt werden konnte. In diesen Fällen trägt die Reiserücktrittsversicherung die Kosten der Umbuchung und die Mehrkosten für eine separate Anreise.

Viele Versicherer bieten Kombinationsversicherungen an, die sich aus der Reiserücktrittsversicherung und einer Reiseabbruchversicherung zusammensetzen. Diese Versicherer erbringen die Leistungen auch dann, wenn eine Krankheit oder eine wichtige Familienangelegenheit erst nach dem Beginn des Urlaubs eintreten. Innerhalb der ersten Urlaubswoche wird oft sogar der gesamte Reisepreis erstattet, ansonsten der anteilige Reisepreis für die nach der Abreise verbleibende Zeit. Die Mehrkosten für die vorzeitige Abreise übernimmt ebenfalls die Reiserücktrittsversicherung.

Reisende, die bei der oft sehr frühzeitigen Buchung befürchten müssen, dass ihr Arbeitsplatz gefährdet sein könnte und Personen, die unter chronischen Erkrankungen leiden, sollten immer eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Versicherung nicht für die Stornierungskosten aufkommt, wenn die Reise aufgrund einer Erkrankung abgesagt werden muss, die bereits bei der Buchung absehbar war. Um den genauen Zeitpunkt des Eintritts der Erkrankung festzustellen, verlangt der Versicherer vor der Erbringung seiner Leistung ein ärztliches Attest. Darin muss der Arzt unter anderem erklären, wann die Erkrankung eingetreten ist. Auch wer auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle ist, sollte sich mit einer Reiserücktrittsversicherung absichern, denn sie kommt auch dann für die Stornokosten auf, wenn die Reise durch die Aufnahme eines neuen Arbeitsverhältnisses abgesagt werden muss.